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Elisabeth - Die rätselhafte Kaiserin

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Schön, romantisch, tragisch - das Bild von Kaiserin Elisabeth war bereits zu Lebzeiten von mythischen Attributen geprägt. Ihre seltenen öffentlichen Auftritte, ihre geheimnisvolle Aura, ihre Flucht vom Wiener Hof machten Elisabeth zur idealen Projektionsfläche von Fantasien. Heute ist sie längst Kult - und Kunstfigur.


Buch & Regie: Tom Matzek
Kamera: Ralf Rabenstein
Schnitt: Willy Leitgeb
Tonmischung: Christian Rosenauer
Musik: Kurt Adametz

Eine Produktion von ORF


Neueste Forschungen zeigen, dass die historische Wirklichkeit spannender ist als Klischees und Mythen. Unkonventionelle Kaiserin, Opfer des Wiener Hofs, willensstarke Egoistin, Spitzensportlerin, besessene Poetin, Reisesüchtige, chronisch Kranke - die Geschichte von Kaiserin Elisabeth lässt sich von vielen Seiten betrachten.


War sie ein Opfer des Wiener Hofs oder eine willensstarke Egozentrikerin? War sie eine außergewöhnliche Naturschönheit oder war sie depressiv und magersüchtig? Kannte sie ihren Mörder oder war ihr Tod reiner Zufall? Lebte sie in fernen Fantasiewelten oder war sie bloß außergewöhnlich offen und interessiert?


So widersprüchlich diese Facetten auf den ersten Blick scheinen, so sind sie Puzzlestücke einer großen, faszinierenden historischen Figur. Der Dokumentarfilm ist eine Zeitreise von heute in die Lebenswelt der Kaiserin: Fünf Experten begeben sich in die Vergangenheit, um das Elisabeth-Bild zu rekonstruieren. Mit wissenschaftlichen Methoden und ganz speziellen Kenntnissen helfen sie, das Bild einer komplexen Persönlichkeit zu entwerfen: der Kriminalist Gerald Hesztera, der Psychotherapeut Peter Gathmann, die Historikerin Katrin Unterreiner, Elisabeths Urenkel Peter Altenburg und Dieter Warsberg, ein Nachfahre ihres Reisemarschalls. Sie alle nähern sich von unterschiedlichen Seiten an und geben neue Einblicke auf die Fakten hinter den Klischees.


Neue Perspektiven bieten auch zwei besondere Dokumente, die für diese Dokumentation erstmals verwendet werden konnten: Das Tagebuch von Erzherzogin Sophie, der Mutter Franz Josephs, wirft ein neues Licht auf das angeblich so schlechte Verhältnis von Elisabeth zu ihrer Schwiegermutter. Intimkenntnisse des Hofs zeigt auch ein verschollener Spielfilm aus dem Jahr 1921, der durch die Recherchen des Filmteams wieder gefunden wurde. Der Hintergrund: Am Drehbuch wirkte die Nichte der Kaiserin, Marie Larisch, höchstpersönlich mit.


Elisabeths Biografie ist auch eine europäische Geschichte: An fünf zentralen Schauplätzen ihres Lebens wurde deshalb für dieses Filmporträt gedreht: Im bayerischen Schloss Possenhofen war die rastlose Kaiserin zu Hause - hier verbrachte sie ihre Kindheit, hier fand sie Verständnis bei ihrer Familie.


Wien als Machtzentrale der Monarchie wurde für sie zum goldenen Käfig, zum Schauplatz zahlreicher Auseinandersetzungen.


Ihre Liebe zu Ungarn sorgte auch für den einzigen bekannten Einfluss auf die Politik - der Ausgleich mit Ungarn 1867.


Auf der griechischen Insel Korfu fand Elisabeth ihr Altersdomizil: In ihrem Schloss, das sie nach dem griechischen Helden ŽAchilleionŽ taufte, flüchtete sie in eine antike Traumwelt.


In Genf schließlich endete das Leben der Kaiserin so unerwartet wie tragisch.



Fotos: Copyright by ORF

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