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Gesäusewälder




Josef Hasitschka

Gesäusewälder -
Eine Forstgeschichte nach Quellen
von den Anfängen bis 1900

Admont: Nationalpark Gesäuse 2005
gebunden mit Schutzumschlag, 124 Seiten, vierfärbig

Das Buch eröffnet die Reihe der 'Schriften des Nationalparks Gesäuse'. Hasitschka verknüpft in dieser Arbeit die Forstgeschichte mit anderen Disziplinen wie Alm-, Sozial- und Verwaltungsgeschichte. Der Forschungsbogen wird auch zu ökologischen Fragen und damit zu den Forschungsvorhaben im Nationalpark Gesäuse gespannt.

Vierhundert Jahre lang wurden die Wälder im Gesäuse für die Montanindustrie ausgebeutet. Man hackte das 'Kohlholz' selbst in unzugänglichen Karen hoch in den schroffen Wänden, brachte es auf Riesen ins enge Gesäuse hinab und ließ es von der Enns bis zum Rechen nach Hieflau triften. Dort wurde es verkohlt und zu den Schmelzöfen in Eisenerz verführt. Die Ressource Holz stand im Spannungsfeld von Grundherren, Montanindustrie, Hammergewerken und Almbauern. Sorgfältig suchten die Waldämter nach einem vernünftigen Ausgleich zwischen den Interessenten, sie versuchten Waldverwüstungen zu mindern und arbeiteten Verbesserungsvorschläge für die Aufzucht, Bewirtschaftung und Bringung aus.

Das Alltagsleben der Holzknechte, Köhler, Kohlführer, Almbauern und auch der Förster wird in diesem Buch ebenso behandelt wie der schmale Grat zwischen Raubbau und Nachhaltigkeit in den Gesäusewäldern.
Die chronologische Anordnung erleichtert die Darstellung des Wandels von der Kohlholz- zur Nutzholzbewirtschaftung.
Die zahlreichen erstmals veröffentlichten Quellen ermöglichen neue Erkenntnisse zur anthropogenen Waldgrenze, zum Nachweis eines 'Urwaldes' im Gesäuse und zur Bedeutung des 'Fasslkohlens'. Auch der damalige größte Waldschädling wird klar genannt: es war das Weidevieh in den frischen Holzschlägen.
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